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Akustikbilder: Schallabsorber mit Motiv

Ein Akustikbild ist ein Schallabsorber, der wie ein Wandbild aussieht: ein bedruckter, luftdurchlässiger Textilbezug über einem porösen Kern aus Melaminharzschaum oder PET-Vlies, meist 40 bis 50 mm dick. Die akustische Wirkung kommt aus dem Kern und seiner Dicke, nicht aus dem Motiv. Mit geeignetem Aufbau erreichen Akustikbilder bewertete Schallabsorptionsgrade von etwa 0,6 bis 0,9, ein bedruckter Keilrahmen ohne Absorberkern dagegen fast nichts.

Akustikbilder sind die Lösung für Räume, in denen Absorber nicht nach Technik aussehen dürfen: Wohnzimmer, Besprechungsräume, Praxen, Restaurants. Diese Seite erklärt, woran man ein wirksames Akustikbild erkennt, wie viele Bilder ein Raum braucht und welche Messwerte ein Anbieter liefern sollte.

Stand: 9. Juli 2026

übliche Kerndicke (Melaminschaum/PET)
40–50 mm
mit Absorberkern, je nach Aufbau
αw 0,6–0,9
Messnorm für belastbare Werte
ISO 354
Absorberfläche je Bild (1,2 × 0,9 m)
≈ 1 m²

Interaktiv

Wie viele Akustikbilder braucht mein Raum?

Raumgröße wählen, Überschlag sehen. Annahme: halliger Raum (ca. 0,8 s), Ziel angenehme 0,55 s Nachhallzeit.

Grundfläche

20 m²

Raumhöhe

Fehlende Absorptionsfläche
4,4m²
Akustikbilder (1,2 × 0,9 m, αw 0,8)
6Stück

Überschlag nach Sabine für einen hallig eingerichteten Wohn- oder Besprechungsraum. Möblierung, Teppich und Vorhänge verändern das Ergebnis; die genaue Auslegung mit Sollwerten nach DIN 18041 und echten Produktdaten übernimmt der Nachhallzeit-Rechner.

Akustikbilder im KatalogGenau rechnen im Nachhallzeit-Rechner

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Veröffentlichte Akustikbilder im Katalog, nach Schallabsorptionsgrad sortiert.

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Akustikbild, unbedruckter Wandabsorber und Deckensegel im Vergleich

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AbsorptionSichtbarkeitMontageIdeal für
Akustikbild (bedruckt, mit Kern)αw etwa 0,6 bis 0,9, je nach Kern und DickeWirkt wie ein Wandbild, Motiv frei wählbarWandmontage wie ein Bild, geringes GewichtWohnräume, Besprechung, Praxis, Gastronomie
Unbedruckter Wandabsorberαw bis 1,0, gleiche Physik ohne BezugskompromissSichtbar als Akustikelement, Stoff- oder VliesoberflächeWandmontage, teils größere FormateBüro, Studio, wenn Optik zweitrangig ist
DeckensegelBeidseitige Wirkung, bewertet über Fläche A je ElementÜber Kopf, Wandflächen bleiben freiAbhängung von der DeckeRäume mit vollen Wänden oder wenig Wandfläche

Wie ein Akustikbild wirkt

Hinter dem Motiv sitzt ein poröser Absorber: offenporiger Melaminharzschaum oder verdichtetes PET-Vlies. Auftreffender Schall dringt durch den luftdurchlässigen Bezugstoff in den Kern ein, die Luft reibt in den Poren und die Schallenergie wird in Wärme umgewandelt. Es gilt dieselbe Physik wie bei jedem porösen Wandabsorber: mehr Dicke bedeutet mehr Wirkung, besonders zu tieferen Frequenzen hin.

Die Bedingung ist der Stoff: Er muss luftdurchlässig bleiben, sonst reflektiert die Oberfläche, bevor der Kern arbeiten kann. Übliche Akustikstoffe werden im UV-Direktdruck oder Sublimationsdruck bedruckt und bleiben dabei offenporig. Eine klassisch bespannte, grundierte oder bemalte Leinwand ist dagegen weitgehend schalldicht; ein Keilrahmenbild ohne Absorberkern ist Dekoration, kein Absorber.

Woran man ein wirksames Akustikbild erkennt

Drei Angaben trennen wirksame Produkte von bedruckter Deko. Erstens das Kernmaterial mit Dicke: 40 bis 50 mm poröser Kern sind der übliche Arbeitsbereich; unter 30 mm bleibt für Raumakustik wenig übrig. Zweitens ein Messwert nach ISO 354 mit bewertetem Schallabsorptionsgrad αw und Absorberklasse. Drittens die Montageangabe der Messung, denn ein kleiner Wandabstand verbessert die Tieftonwirkung und verändert den Messwert.

Fehlen diese Angaben, lässt sich die Wirkung nicht beurteilen und nicht in eine Nachhallzeitrechnung einsetzen. Im Katalog von Acoustic Index sind die Frequenzwerte je Produkt hinterlegt, damit Akustikbilder wie jeder andere Absorber geplant werden können.

Wie viele Akustikbilder braucht mein Raum?

Die Anzahl folgt aus der fehlenden äquivalenten Absorptionsfläche, nicht aus dem Geschmack. Als Überschlag für einen hallig eingerichteten Wohn- oder Besprechungsraum: Ausgangs-Nachhallzeit um 0,8 s, Ziel um 0,55 s. Nach Sabine fehlen dann rund 0,09 m² Absorptionsfläche je Kubikmeter Raumvolumen. Für einen Raum mit 20 m² und 2,5 m Höhe sind das etwa 4,5 m²; bei einem Bildformat von 1,2 × 0,9 m und αw 0,8 entspricht das fünf bis sechs Bildern.

Der Schätzer oben auf dieser Seite rechnet diesen Überschlag live für Ihre Raumgröße. Für eine belastbare Auslegung mit Sollwerten nach DIN 18041 und echten Produktdaten führt der Nachhallzeit-Rechner die vollständige Rechnung durch.

Platzierung: Erstreflexionen zuerst

Absorber wirken am meisten dort, wo der Schall konzentriert auftrifft. In Besprechungs- und Wohnräumen sind das die Wandflächen auf Ohrhöhe zwischen den Sprechpositionen sowie große parallele, harte Flächen, zwischen denen Flatterechos entstehen. Zwei mittlere Bilder an gegenüberliegenden Wänden bringen deshalb oft mehr als ein großes Bild an einer Nebenwand.

Akustikbilder konkurrieren dabei nicht mit der Einrichtung: Sie besetzen genau die Flächen, die ohnehin für Bilder vorgesehen sind. Wo die Wände voll sind, ergänzen Deckensegel die Absorption über Kopf.

Motiv, Format und Stoff

Gedruckt wird auf luftdurchlässigen Polyester-Akustikstoffen, entweder eigene Motive in Fotoqualität oder Motivserien der Hersteller. Übliche Formate reichen von 60 × 60 cm bis etwa 200 × 120 cm; viele Anbieter fertigen Sonderformate. Für gewerbliche Räume lohnt der Blick auf die Brandklasse des Gesamtaufbaus, häufig wird schwer entflammbares Material (B1 beziehungsweise Euroklasse B/C) verlangt.

Das Motiv selbst ist akustisch neutral, solange der Stoff offenporig bleibt. Entscheidend bleibt der Aufbau dahinter, deshalb gehören in jede Produktentscheidung die Messwerte, nicht die Bildvorschau.

Grenzen: was ein Akustikbild nicht kann

Ein Akustikbild verbessert die Akustik im Raum, in dem es hängt. Es dämmt keinen Schall zum Nachbarn (das ist Schalldämmung, eine Eigenschaft der Wand) und es absorbiert mit 40 bis 50 mm Kerndicke kaum Tiefbass. Für tieffrequente Probleme sind dickere Aufbauten oder Resonatoren nötig.

Realistisch eingesetzt sind Akustikbilder ein Mittel- und Hochton-Absorber mit Wohnraumtauglichkeit: genau das Frequenzband, in dem Sprache, Stimmengewirr und die als unangenehm empfundene Halligkeit liegen.

Häufige Fragen

Was ist ein Akustikbild?+

Ein Schallabsorber in Bildform: ein poröser Kern aus Melaminharzschaum oder PET-Vlies (meist 40 bis 50 mm), bespannt mit einem luftdurchlässigen, bedruckten Akustikstoff. Er hängt wie ein Wandbild und absorbiert den Hall im Raum, vor allem im Sprachbereich.

Wie wirksam sind Akustikbilder wirklich?+

Mit echtem Absorberkern erreichen Akustikbilder bewertete Schallabsorptionsgrade von etwa 0,6 bis 0,9, abhängig von Kernmaterial, Dicke und Wandabstand. Damit spielen sie in derselben Liga wie unbedruckte Wandabsorber. Ohne Kern, etwa als bedruckte Keilrahmen-Leinwand, liegt die Wirkung nahe null.

Verändert der Druck die Absorption?+

Kaum, solange der Stoff luftdurchlässig bleibt. UV-Direktdruck und Sublimationsdruck auf Akustikstoffen erhalten die Offenporigkeit weitgehend. Kritisch wird es bei dicht beschichteten oder bemalten Oberflächen: Sie reflektieren den Schall, bevor er den Kern erreicht.

Wie viele Akustikbilder brauche ich für 20 m²?+

Als Überschlag für einen halligen Wohn- oder Besprechungsraum (Ziel: von etwa 0,8 s auf 0,55 s Nachhallzeit): rund 4 bis 5 m² Absorberfläche, also fünf bis sechs Bilder im Format 1,2 × 0,9 m mit αw 0,8. Der Schätzer auf dieser Seite rechnet das für Ihre Raumgröße, der Nachhallzeit-Rechner macht die genaue Auslegung.

Wo hänge ich Akustikbilder am besten auf?+

Auf Ohrhöhe an den Wänden zwischen den Sprech- und Sitzpositionen und an großen parallelen, harten Flächen, zwischen denen Flatterechos entstehen. Zwei Bilder an gegenüberliegenden Wänden wirken oft besser als ein großes an einer Nebenwand.

Helfen Akustikbilder gegen Lärm vom Nachbarn?+

Nein. Akustikbilder absorbieren den Hall im eigenen Raum (Schallabsorption). Die Schallübertragung durch Wände oder Decken (Schalldämmung, R'w) verändern sie praktisch nicht. Dafür sind schwere, dichte, entkoppelte Konstruktionen nötig.

Ist eine bedruckte Leinwand ohne Kern ein Schallabsorber?+

Nein. Eine grundierte oder bemalte Leinwand ist weitgehend schalldicht und hat keine nennenswerte Absorberwirkung. Die Wirkung eines Akustikbilds entsteht im porösen Kern dahinter. Ohne Kern und ohne Messwert nach ISO 354 handelt es sich um Dekoration.

Welche Angaben sollte ein Anbieter liefern?+

Kernmaterial und Dicke, den bewerteten Schallabsorptionsgrad αw mit Absorberklasse aus einer ISO-354-Messung, die Montageart der Messung und idealerweise die Absorptionswerte je Frequenzband. Ohne diese Angaben lässt sich das Produkt nicht seriös in eine Raumplanung einsetzen.

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